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Zukunft Igls

Unabhängige Bürgerinitiative Igls

Monat

November 2016

Patscherkofelbahn: 40 Millionen sind offenbar nicht genug

Die Umbaupläne am Innsbrucker Hausberg sind heftig umstritten. Opposition und Kritiker unterstellen der Koalition, die wahren Baukosten bewusst zu verschleiern. Sie rechnen mit zehn Millionen Mehraufwand – derstandard.at/2000048283690/Patscherkofelbahn-40-Millionen-sind-offenbar-nicht-genug

http://derstandard.at/2000048283690/Patscherkofelbahn-40-Millionen-sind-offenbar-nicht-genug

Kofel-Mehrkosten bleiben unklar, Rodung der Trasse läuft

FPÖ verlangt Auskunft, Innsbrucks BM Oppitz-Plörer will die Öffentlichkeit erst Anfang 2017 informieren. Die Mittelstation wurde bereits umgeplant.

http://www.tt.com/politik/landespolitik/12300636-91/kofel-mehrkosten-bleiben-unklar-rodung-der-trasse-l%C3%A4uft.csp?tab=article

Fragen an die Innsbrucker Stadtregierung bezüglich aktueller Zahlen 22.11.2016

Bürgerinitiative Igls
https://zukunftigls.wordpress.com/
buergerinitiative.igls@gmail.com
Sprecher Berthold Schwan

Innsbruck, 22.11.2016

Sehr geehrte Stadtregierung von Innsbruck, sehr geehrte Geschäftsführung der Patscherkofelbahnen Gmbh,

wie sie wissen, gibt es eine Bürgerinitiative, die sich um den Erhalt der alten Patscherkofelbahn einsetzt.

In letzter Zeit gab es mehrere Hinweise, dass es aktuellere Zahlen zu diesem Projekt gibt und auch dass es Schwierigkeiten bezüglich der rechtlichen Bewilligung der Bergstation als Gastronomiebetrieb mit dem Alpenverein gibt.

Scheinbar verteuert sich dieses Patscherkofelbahnprojekt um mehrere Millionen Euro.

Es gab seitens der Stadt Innsbruck bis jetzt immer eine offene und zeitnahe Kommunikation zu diesem Projekt, wenn es sich um positive Nachrichten für die Projektverantwortlichen handelte:

Es wurde aber selten von der Stadt Innsbruck kommuniziert, wenn es Probleme gegeben hat oder gibt, wenn Kosten explodieren oder auch rechtliche Schwierigkeiten vorliegen oder sonstiges.

Bezüglich der letzten aktuellen Zahlen, die von Dr. Scheiber vor ca. 2 Wochen der Stadt Innsbruck vorgelegt wurden, gibt es überhaupt keine genaueren Informationen seitens der Stadt Innsbruck an die Bevölkerung.

Ich denke, die Bevölkerung in Innsbruck hat ein Recht darauf informiert zu werden, wenn sich große Änderungen in diesem millionenschweren Patscherkofelbahnprojekt ergeben.

Es wurden bereits bei dem Gemeinderatsbeschluss vom 30. Oktober 2015, wo die Summe von 41 Mio. Euro abgesegnet wurden, eine Finanzierungsreserve von 3,7 Mio. Euro miteinkalkuliert. Diese rund 10 Prozent Reserve haben aber angeblich bei weitem nicht ausgelangt. Es wurde damals bei dieser Gemeinderatssitzung die Frage von Dr. Stemeseder gestellt „Wie realistisch schätzen Sie das ein, dass man sich an diese 10 % hält?“ Leider wurde diese Frage damals nicht beantwortet bzw. man findet im Protokoll keine Antwort! Genau diese Frage stellt sich jetzt!

Ich bitte sie darum, der Bürgerinitiative Igls die aktuellen Zahlen des derzeitigen Standes des Patscherkofelbahnprojektes zukommen zu lassen.

Wie hoch sind die Mehrkosten und wie werden die angeführten Mehrkosten in der Haushaltsplanung von Innsbruck untergebracht? Sind zusätzliche Kommunaldarlehen notwendig?

Diese Frage ist deshalb interessant, weil sich von vorne herein die hohen Investitionskosten nicht erwirtschaftet lassen und wenn es jetzt zusätzliche Millionenkosten gibt, sind diese umso relevanter für die Finanzlage Innsbrucks.

Die Aussagen dazu von Dr. Scheiber (nachzulesen im Protokoll der Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Innsbruck am 30. Oktober 2015): „Nein, eine Berechnung in dem Ausmaß, dass ich Ihnen das jetzt schriftlich geben kann, liegt nicht vor. Es gibt die Plausibilitätsberechnungen. Nach unserer Ansicht muss es möglich sein, nachdem die Bahn nicht die Investitionskosten verdienen muss – das kann sie nicht, die Investitionen können durch den Betrieb nicht wieder erwirtschaftet werden -, ist es so, dass die Bahn mit einer schwarzen Null geführt werden kann.“

Im Gemeinderat gab es damals schon Diskussionen wegen der hohen Kosten (Zurückkauf- und Investitionskosten).

Wenn sich jetzt herausstellt hat, dass diese Kosten nochmals sehr viel höher sind, wäre es nicht im Sinne der Bevölkerung von Innsbruck und des Gemeinderats, einen neuerlichen Beschluss des Gemeinderats über dieses Patscherkofelbahnprojekt einzuholen, da sich ja die finanzielle Ausgangssituation massiv geändert hat? Hat dieses Projekt in diesem Ausmaß überhaupt noch Sinn?

Spielen die Kosten überhaupt keine oder nur mehr untergeordnete Rollen?

Im Oktober 2015 wurde über etwas abgestimmt, was derzeit nicht mehr aktuell ist. Würde der Gemeinderat nochmals so abstimmen unter diesen jetzt bekannten Tatsachen?

Deshalb hier nochmals die Bitte um Beantwortung:

Wie hoch sind die Mehrkosten und wie werden die angeführten Mehrkosten in der Haushaltsplanung von Innsbruck untergebracht? Sind zusätzliche Kommunaldarlehen notwendig?

Mit freundlichen Grüßen stellvertretend für die Bürgerinitiative Igls Berthold Schwan

 

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Hier noch das Antwortschreiben von Frau Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer am 22.11.2016

Sehr geehrter Herr Schwan, den Erhalt Ihrer Nachricht bestätige ich und kann Sie informieren, dass wie bereits in der Vergangenheit seitens der Stadt Innsbruck jedenfalls  über alle Informationsmedien der Stadt als auch über Medieninformationen oder Mediengespräche die Öffentlichkeit insgesamt informiert werden wird sobald abschließende Unterlagen vorliegen die seitens der Stadtregierung und der Gemeinderatsklubs derzeit intensiv beraten werden. Als Zeithorizont ziehen wir das erste Quartal 2017 in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen Christine Oppitz Plörer

Mehr Millionen für Patscherkofelbahn – Der Neubau einer Einseilumlaufbahn auf den Patscherkofel wird mehr Geld benötigen als veranschlagt. Das Millionenloch bringt die Politik ins Schwitzen, die Gespräche laufen.

http://www.tt.com/politik/landespolitik/12238968-91/finanzieller-zusatzschub-n%C3%B6tig.csp?tab=article

Kofelbahn drohen satte Mehrkosten

Außergewöhnliche Hektik und gleichzeitig außergewöhnliche mediale Zurückhaltung herrschte gestern im Innsbrucker Rathaus bei den Stadtsenatsfraktionen. Anlass für die Polit-Aufregung soll ein internes Update seitens der Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (FI) hinsichtlich des Neubauprojektes Patscherkofelbahn sein. Und dies dürfte es in sich gehabt haben.

Kolportiert wird, dass dem Einseilumlaufbahnprojekt unter Umständen erhebliche Mehrkosten ins Haus stehen könnten. Demnach soll es insbesondere bei den drei Hochbauten (Tal-, Mittel- und Bergstation) zu Kostenüberschreitungen kommen. Ursprünglich waren für die drei Stationen, die aus einem geladenen Architekturwettbewerb hervorgegangen waren, 12 bis 13 Mio. Euro budgetiert worden. Damit soll nun aber aus vorerst noch nicht bekannten Gründen bei weitem kein Auslangen zu finden sein, heißt es. Bestätigen wollte diese Gerüchte gestern keiner im Rathaus.

Bereits heute Früh sollen die Stadtsenatsfraktionen im Rahmen der üblichen Vorbesprechung zur Stadtsenatssitzung vollumfänglich von Oppitz-Plörer aufgeklärt werden, heißt es. Das seit jeher umstrittene Projekt, das erst kürzlich die seilbahnrechtliche Genehmigung erhielt, wurde mit allen Nebenkosten bis dato mit 41 Mio. Euro budgetiert.

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