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Zukunft Igls

Unabhängige Bürgerinitiative Igls

Monat

Juli 2016

Artikel Krone 6.7

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Schreiben an den Igler Unterausschuss

Igls, im Juli 2016

Sehr geehrte Mitglieder des Stadtteilausschuss Igls,

mit der neuen Patscherkofeltalstation an der Römerstraße wird Igls die direkte Anbindung an seinen Hausberg künftig verwehrt werden. Wir als Bürgerinitiative stehen nach wie vor dazu, dass damit ein großer Fehler für die zukünftige Entwicklung unseres Dorfes begangen wird.

Es besteht nach wie vor die Chance, zumindest im Winter bergabwärts vom OLEX zur alten Talstation eine direkte Verbindung über den Heiligwasserweg für uns Iglerinnen und Igler sicherzustellen. Diese Verbindung ist nicht nur historisch einmalig (hier begann die Geschichte der Igler Rodelbahn), sondern würde mit wenig Aufwand auch für viele von uns eine attraktive Freizeitgestaltung erlauben, ohne den Zwängen einer Bus- oder Autonutzung zu unterliegen.

Wir würden nun gerne vom Igler Stadtteilausschuss wissen, welche Aktivitäten im Laufen bzw. geplant sind, um hier eine für alle befriedigende Situation herbeizuführen? Soweit uns bekannt, wurde im Februar 2016 ein Vorschlag zur Lösung des Problems von Stephan Tischler an den Unterausschuss übermittelt, der bislang jedoch offensichtlich unbeantwortet blieb.

Dieser Vorschlag – die Skizze liegt dem Schreiben nochmals bei – sieht vor, den Schiweg auf die vom OLEX abwärts Richtung Igls betrachtete linke Seite des Heiligwasserweges zu verlegen. Es müsste lediglich im oberen Abschnitt ein zusätzlicher schmaler Streifen des monotonen Fichtenwaldes gerodet werden, unterhalb des Wasserschlosses liegt der Schiweg bereits auf der linken Seite. Das Auftragen eines Schneebandes – so wie bis vor zwei Saisonen üblich – wäre zwar wünschenswert, aber vermutlich aufgrund der Kosten und der Frage nach deren Übernahme schwierig umzusetzen. Durch die jahreszeitlich bedingten langen Schatten und den Windschutz der umgebenden Bäume bleibt jedoch auch der Naturschnee erfahrungsgemäß lange erhalten, sodass dies nicht unbedingt erforderlich ist.

Man kann auch überlegen-da es ja einige Probleme mit Anrainern oberhalb des Gruberhofes gab- dass man das Gefälle nach dem Wasserschloss ausnutzt und die Linkskurve Richtung Kurhaus weiterzieht. Dadurch müsste es möglich sein, bis zum oberen Ende des alten Übungsliftes ohne Schieben zu kommen – egal ob mit Rodel oder mit Schi. Das wäre allerdings eine neue „Schneise“ in diesem Wald. So könnte man aber die Anrainer samt den ganzen Hauszufahrten hinten umfahren, lediglich der asphaltierte Spazierweg wäre zu queren.

Diese winterliche Anbindung könnte als Skiroutegeführt werden: sie wird zwar markiert, muss jedoch weder genügend breit angelegt werden, noch muss sie präpariert oder kontrolliert werden. Die Sicherungspflicht wird also massiv eingeschränkt und besteht im wesentlich nur darin, dass sie vor Lawinengefahr zu sichern ist.

Wir wissen, dass sich in den vergangenen Jahren der Unterausschuß bzw. einzelne seiner Mitglieder mit viel Engagement für diese Anbindung eingesetzt hat bzw. haben und sich auch bezüglich der Haftungsfrage stark gemacht haben und würden uns dies nun wieder wünschen. Denn im Grunde wäre das ähnlich wie ein Wanderweg, also bei minimalstem Willen und Verständnis für die Bevölkerung kein großes Problem. Und wie gesagt, wenn zB der Heiligwasserweg links und rechts etwas „ausgelichtet“ wird, nicht gestreut/gesalzen wird, dann braucht es nicht einmal eine bauliche Maßnahme, keine Grundfläche, und somit entstehen auch keine unüberschaubaren Kosten.

Ein weiteres Thema, das uns und vielen anderen Iglern am Herzen liegt, ist die Verbauung des Igler Widumplatzes. Wir fragen uns, ob es in unserem Dorf  wirklich einen so massiven baulichen Eingriff braucht, ein Neubau mit 5 Obergeschoßen, 2m höher als das angrenzende ehemalige Rathaus an einer so zentralen Stelle, der das ganze Ortsbild prägen würde. Man könnte fast von einem Hochhaus sprechen, das diesen fragwürdigen zweiten Ortskern bilden soll, wo es doch gerade mit Müh und Not gelingt, den eigentlichen Ortskern zu beleben. Droht hier nicht die große Gefahr, dass unsere dörfliche Struktur komplett zerrissen wird, der Ort künstlich in die Länge gezogen wird und irgendwann dann einfach gar kein Dorfleben mehr hat? Wir denken, dieses Thema darf nicht ein rein architektonisches sein, sondern muss unseren Bedürfnissen entsprechen. Wir sprechen hier immerhin von dem letzten unverbauten Platz in Igls, der ja auch zum Wohle der Igler genutzt werden soll.

Das letzte Thema, das derzeit heftig diskutiert wird, ist das geplante Asylheim am Gletscherblick. Wir würden es gut finden, wenn alle Igler über den derzeitigen Stand vom Unterausschuss informiert würden, der ja durch einen der Mitbegründer dieser Solidaritätsinitiative, Marc Crepaz, an der direkten Informationsquelle vertreten wird. Dieses Asylantenheim findet derzeit unter den Anrainern Gletscherblick eine fast 98% Ablehnung, und stößt generell auf sehr viel Unverständnis, das aber auch bzw. vor allem durch fehlende oder falsche Informationen und Gerüchte geschürt wurde.

Wir wünschen uns hier von Ihnen, sehr geehrte Mitglieder des Igler Stadtteilausschusses, dass Sie mit uns, den Bürgern von Igls, in Kontakt treten, unsere Bedürfnisse, Wünsche, Ängste und Sorgen Ernst nehmen und in unserem Sinne agieren.

Mit freundlichen Grüßen, die Bürgerinitiative Igls

Möglicher Weg bis nach Igls

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